Braucht die Ziviljustiz in Bausachen einen Beipackzettel?
Dieser Frage ist die DGA-Bau e. V. gemeinsam mit dem Fachgebiet Bauwirtschaft und Baubetrieb der Technischen Universität Berlin nachgegangen. Untersucht wurde, welche Nebenwirkungen Gerichtsverfahren in Bau- und Architektensachen für die Beteiligten mit sich bringen.
Gerichtliche Baustreitigkeiten sind langwierig, teuer und schwer kalkulierbar – hier herrscht breite Einigkeit in der Branche. Der Forschungsbericht untersucht, ob zudem weitere Begleiterscheinungen auftreten. Mit einer empirischen Stichprobe wurde zunächst geprüft, ob die bisherigen Erkenntnisse der rechtstatsächlichen Forschung grundsätzlich auf den Bauprozess übertragbar sind. Es sollte aufgezeigt werden, ob und welche Probleme in baubezogenen zivilgerichtlichen Verfahren auftreten.
In Interviews mit konfliktbetroffenen Parteien – neun darunter als Vertreter direkt konfliktbetroffener Parteien und elf weitere, die als Richter, Anwälte oder Sachverständige ebenfalls beteiligt, in ihrer Funktion jedoch nur indirekt betroffen sind – wurde nach Antworten auf zentrale Fragen gesucht:
Was sind die Gründe für den Beginn eines Gerichtsverfahrens?
Wie groß ist die Zufriedenheit mit dem Prozessausgang?
Welche präventiven Maßnahmen im Zivilprozess gibt es?
Wie ist die Einstellung zu außergerichtlichen Streitbeilegungsverfahren?
Es wurde untersucht, wie die Prozessbeteiligten ihre Erfahrungen vor Gericht bewerten und welche Eindrücke dazu führen, dass außergerichtliche Formen der Streitbeilegung bevorzugt werden. Die Auswertung der Interviews zeigt einige Begleiterscheinungen, die bisher noch nicht thematisiert wurden: emotionale Beanspruchungen der Beteiligten, Kommunikations- und Übersetzungsprobleme sowie innere Abkehr vom Verfahren. Hinzu kommen negative Öffentlichkeitswirkungen und damit verbundene Reputationsverluste. Schwierig sind zudem die zutreffende Erfassung des Streitstoffs als auch die zivil- und prozessrechtlichen Darlegungs- und Beweisanforderungen – sie können von den Beteiligten oft kaum erfüllt werden.
Überraschend deutlich treten die Unterschiede in der Bewertung zwischen direkt und indirekt Betroffenen hervor. Insgesamt zeigt sich, dass sowohl gerichtliche als auch außergerichtliche Verfahren Konflikte tendenziell verstärken – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.
Die Lösung? Gerichtliche und außergerichtliche Verfahren optimieren, sodass Streitigkeiten geklärt und abgeschlossen werden und die Beteiligten wieder handlungsfähig sind.
Fotorechte © Archiv Villa Ingrid
Programm
Wo wir den Abend genießen, wird noch bekanntgegeben. Die Teilnahme erfolgt auf Selbstzahlerbasis.
Teilnahmegebühren
Fachforum Baukonfliktmanagement, 12.00 bis 18.00 Uhr
Villa Ingrid - Gutenbergstraße 1 - 99423 Weimar
Ticket 60€ zzgl. USt.
Abendessen ab 19.00 Uhr
Restaurant: tbd.
Selbstzahler
Übernachten
Die in einem ruhigen Villenviertel gelegene Villa Ingrid bietet nicht nur stilvolle Veranstaltungsräume, sondern auch Apartments zu 120€ pro Nacht an.
(Buchbar bis 31. März.)
Hotel-Empfehlungen für Ihren Aufenthalt
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Kulturstadt Weimar – Tipps für ein Wochenende
Die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt ist bekannt für ihr kulturelles und politisches Erbe.
Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller prägten die Weimarer Klassik, die bis heute weltweiten Einfluss hat. Zahlreiche Bauwerke, wie das Goethe- und Schillerhaus oder die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek zeugen von dieser kulturellen Blütezeit.
Politisch spielt Weimar eine wichtige Rolle in der deutschen Geschichte. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde hier 1919 die Weimarer Republik ausgerufen, die den Beginn der ersten demokratischen Staatsform Deutschlands markierte.
Heute verbindet Weimar auf besondere Weise Kunst, Geschichte und Gegenwart: kennzeichnend sind die Museen, Schlösser und zahlreichen Parks. Ein besonderes Highlight sind das Bauhaus-Museum und die Bauhaus-Universität – seit 2004 ist Weimar Universitätsstadt.
Weimar erleben!